#notiTSen aus Berlin (9/2018)


Mein Wochenrückblick vom 26.03-14.04.2018

Kurz zusammengefasst, was der Abgeordnete TS in den vergangenen drei sogenannten #Nichtsitzungswochen gemacht hat - bevor wir morgen wieder ins Sitzungswochen-Double starten.

DIE WOCHE VOR OSTERN…

…beginnt direkt im Anschluss an den Landesparteitag der FDP Bayern in Bad Windsheim. Habemus Spitzenkandidat! Nicht alle meine Änderungsanträge zum #Landtagswahlprogramm gehen durch. Auch dank meines MdB-Kollegen Karsten Klein aus Aschaffenburg. Ein widerspruchsfreudiges Bürschchen, so wie ich! Rupfe ich mit ihm noch ein Hühnchen? Oder essen wir eines miteinander?

Ich bleibe dabei: wir müssen mutiger werden. Als CSU light wird es schwer in diesem bayerischen Sommer. Will mit Daniel Föst und Martin Hagennochmal beratschlagen, wie wir unsere Punkte knapp und messerscharf kommunizieren. Diesmal rollt uns kein trauriges Tandem Beckstein/Huber den roten Teppich gen Landtag aus. Müssen deutlich machen: die CSU (Christlich-Soziale Union) malt ein zu rosiges Bild von Bayern. Was an #Digitalisierung inklusive Konsequenzen – Bayerns Wirtschaft hängt am Automobil! – in sehr naher Zukunft auf uns zurollt: Davon haben viele Entscheider (frische Ex-Parteifreunde nicht ausgenommen) so wenig Ahnung wie einst die Titanic-Passagiere von Eisbergen.

Am „Karmontag“ meine allerletzte Beiratssitzung #Deutschlandstipendiumim Bundesministerium für Bildung und Forschung. Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen verabschiedet mich mit herzlichen Worten. Sie hatte mich 2011 in Bonn besucht (ich war noch Vorstand der Deutsche Telekom AG) und für den Beiratsvorsitz geworben. Sieben Jahre her! Mir war wichtig: ein Code of Conduct für Förderer, Auswahlgremium, Hochschulen und Stipendiaten. Im Beirat selbst hat mich der Spannungsbogen zwischen Studierenden, Deutsches Studentenwerk und Staatssekretärin bisweilen gefordert (was mir ja immer Freude bereitet). Das Deutschlandstipendium ist heute die erfolgreichste deutsche Stipendiateninitiative – und das auf Basis eines Public Private Partnership. Ein Herzensprojekt, das ich als Parlamentarier aufgeben muss. Zum Glück wenig Zeit für Melancholie.

Denn ich sitze sofort im Zug nach Hamburg zur FOM Hochschule für Oekonomie & Management. Eine private Einrichtung speziell für Berufstätige – sowas schätze ich! Zu meinen Telekom-Zeiten haben junge Facharbeiter dort ihren Bachelor erworben. Ich spreche über New Work & Leadership, also künftige Karrieren in der digitalen Arbeitswelt. Diskussion mit FOM-Professor Stefan Thode und FOM-Dozentin Christiane Brandes-Visbeck. Hörsaal randvoll. Obwohl wir sehr lange reden, verlässt keiner den Raum. Das Thema brennt jungen Menschen auf der Haut.

Dienstag und Mittwoch erledige ich, wozu ich sonst nicht komme. Ich gehe zum Arzt (nicht, weil ich Visionen habe). Zum Schuster. Zum Friseur. Zur Änderungsschneiderin – die parlamentarische Arbeit hat den #Rettungsringaufgepumpt. Sammy zeigt mir, welche anderen Hunde rund um die Münchner Freiheit besonders gut riechen. Treffe außerdem vier oder fünf Bürger, denen ich im Wahlkampf ein längeres Vieraugengespräch versprochen hatte.

Am Gründonnerstag mit Steven nach Tel Aviv City. Sonne tanken. Spannendes Land. Viele Start-ups. Leider habe ich keines besucht. Hätte aber den Kurzurlaub vielleicht doch etwas zu fachlich geraten lassen? Wir genießen frischen Fisch mit Blick aufs Meer. Und fahren nach Jerusalem. Mir wird bewusst, auf welch engem Raum hier Konflikte ausgetragen werden. Und was es für die Menschen hier bedeuten muss, wenn es am dicht bevölkerten Tempelberg zu Unruhen kommt. Wie lässt sich all dies lösen? Ich bejahe ohne Aber und ohne Wenn das Existenzrecht Israels. Gleichzeitig müssen wir diejenigen einhegen, die auf beiden Seiten den Versöhnungsprozess immer wieder torpedieren.

NEUE KRAFT NACH OSTERN

Rückflug nach München am Montag. Wiedersehensfreude mit Sammy. So wedelfreudig wie vor vier Tagen. Am Dienstag längeres Interview mit BR - Bayerischer Rundfunk zum Thema #Fleiß (noch nicht gesendet). Wir sprechen über fleißig sein im Zeitalter der Flüchtigkeit. Für mich eine Tugend. Fleiß spielte in meinem schwäbischen Elternhaus eine zentrale Rolle. Bin für diese Erdung dankbar. Mein Lieblingszitat von #Voltaire: „Die Arbeit hält drei große Übel fern. Die Langeweile, das Laster und die Not.“ Im 21. Jahrhundert heißt das: Work-Life-Balance darf sich nicht wie eine zähe Soße übers Land ergießen. Wir stehen im globalen Wettbewerb mit Asien, die nehmen im Zweifel keine Rücksicht darauf, wann die Sportschaubeginnt.

Rest der Woche wie im Flug. Zukunftsallianz Arbeit & Gesellschaft (#ZAAG) trifft sich, wir reden über Strategie und unsere nächste große Konferenz am 16. November. Je mehr ich das politische Berlin kennenlerne: „Transformational Leadership“ könnte so richtig fruchten in diesem Lande. Wenn die Schalthebler an der Macht nur könnten oder wollten!

Mein Projekt „Digitale #Freiheitszonen in Bayern“ kommt voran – fruchtbare Telefonkonferenzen mit zukunftshungrigen Kammerherren und Unternehmern.

Langes Mittagessen mit Ascenion-CEO Christian Stein. Ein #Technologietransfer-Experte im Life-Science-Sektor, sitzt auch im Vorstand der TechnologieAllianz e.V. (guter Laden, halte da die Woche drauf Vortrag über Gründungsleidenschaft). Wir reden über meine #TechSpaces-Idee. Will Jungen wie Älteren mit solchen Plattformen helfen, spielerisch ihre Technologiekompetenz zu steigern und Technikskepsis zu überwinden. Habe hier mit meinem #MINT-Engagement schon ein paar Pflöcke eingeschlagen. Was unsere MAKER-Garage in Buch am Erlbach alles leisten kann, davon hat sich im Oktober 2015 Angela Merkel überzeugt (gibt dazu ein schönes Video in der ISAR TV-Mediathek).

Der Senat der Wirtschaft hat mich abends eingeladen ins Hauptquartier von FC Bayern Basketball (FCBB). Ich spreche vor rund 20 Unternehmerinnen und Unternehmern mit FCBB-Geschäftsführer Volker Stix. Was braucht’s, um an die Spitze zu kommen? Spannende Frage für die Ligatabelle wie für das #Innovationsland Deutschland. Meine Meinung: Es braucht Mut und Kraft, unpopuläre Entscheidungen zu treffen und durchzusetzen. Stix stimmt mir zu. Er hat kurz zuvor seinen sehr beliebten Cheftrainer Aleksandar Sasa Djordjevic entlassen.

Ende der Woche treffen mein hochgeschätzter FDP-Landtagskollege Alexander Muthmann, Spitzenkandidat Martin Hagen und ich Ralf Holtzwart, den Bayern-Chef der Agentur für Arbeit. Wir diskutieren #Fachkräftelückeund -Zuwanderung in Bayern, Integration Geflüchteter und die Frage, wie (und ob?) sich die Industrieregionen im Freistaat auf die digitale Revolution vorbereiten. Wie bedroht die bayerischen Landkreise entlang der früheren Zonenrandgrenze sind (aber auch zum Beispiel das Allgäu), zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

Wochenende dann an einem großen bayerischen See. Steven krault. Erst den See, dann Sammy.

MIT VOLLDAMPF UNTERWEGS

Vergangene Woche am Montag nach Berlin. Klausur aller mit #Bildung & #Forschung befassten FDP-Bundestagsabgeordneten. Lange und gute Diskussion über künftige Initiativen. Keine Schnellschüsse! Im nächsten Schritt saubere Konkurrenzanalyse. Was treiben #Groko, Grüne & Konsorten? Freue mich darauf, die Unique Selling Points der Freien Demokraten herauszuarbeiten.

Später ein erstes Interviewgespräch mit einem führenden Bildungsjournalisten dieser Republik. Welche Wertigkeit hat berufliche Bildung? Warum haben Unternehmen ihre Karrierewege so stark akademisiert? Ausbildungsplätze sind das eine, eine Entwicklungsperspektive das andere. Junge Menschen brauchen beides. Worüber ich immer wieder nachdenke: eine #Innovationsoffensive für das #Handwerk. Mit beruflicher Bildung als Herzstück – in der Breite wie an der Spitze.

Auch diese Woche: #MINT beschäftigt mich intensiv. Strategischer Ausbau der digitalen Schulen. Verschiedene Gespräche dazu, auch im Bundeskanzleramt. Telefoniere lange mit meiner früheren Kollegin Claudia Nemat, heute Telekom-Vorstandsmitglied #Technologie und #Innovation. Habe sie eingeladen: Am 1. und 2. Oktober wird #MINTZukunftschaffen 10 Jahre alt. Jubiläumskonferenz.

Vor dem #Frauenforum des Bundesverband Mittelständische Wirtschaft - BVMW spreche ich in München mit Regine Sixt und Salesforce-Europachefin Petra Jenner. Wir sind uns einig: Die Zeit staatlicher Ordnungspolitik ist vorbei. Nächste Phase der Bewegung muss sein: Kulturarbeit für Chancenfairness in Wirtschaft und Verwaltung. Verbunden mit engagiertem Auftreten der Frauen.

In der Wochenmitte bei FDP MainzLiberaler Mittelstand Rheinland-Pfalzund Landesfachausschuss Wirtschaft der FDP Rheinland-Pfalz. Wo war Rainer Bruederle? Mit Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt rede ich intensiv über die Zukunft der Arbeit. Die Wissenschaftler mögen sich hier und da widersprechen. Klar bleibt dennoch: Wir müssen einen enormen Skill Shift bewältigen. #Digitalsoziologe und #SmartHome-Designerin stehen schon auf der Matte.

Ich übernachte in Frankfurt und melde mich am nächsten Morgen bei DW Deutsche Welle an der Börse Frankfurt. TV-Interview zu CEO-Abstürzen bei Volkswagen und Deutsche Bank AG. Aufsichtsräte setzen bei den Nachfolgern auf bewährte Pferde. Mit solcher Risiko-Verzagheit werden unsere Großunternehmen die digitale Transformation nicht bewältigen. Wie weh muss es noch tun, bis bei ihnen der Wecker klingelt? #Kodak und #Nokia sind zu spät aufgewacht.

Anschließend Termin bei einem großen Reifenhersteller. Selbes Thema. Halte schon wieder #Disruptionspredigt. Einigeln hilft nicht, führt in Zeiten technologischer Umbrüche ins Verderben.

Dann Schwäb’sche Eisenbahne nach Herrenberg. Heimat Württemberg! Region der Tüftler und Erfinder. FDP - Freie Demokraten Ortsverband Herrenberg und Gäu hat mich eingeladen, über Deutschland im Innovations-Sandwich zwischen USA und China zu sprechen. Schwieriges Thema, halbvolles Glas. Publikum stellt gute Fragen, macht mir Mut. Himmlischer #Wurstsalat.

Spät in der Nacht wieder in München. E-Mails abarbeiten zur Geisterstunde. Am frühen Morgen Telefonat mit einem Top-Manager der Lufthansa. Habe mir dieses Gespräch erkämpft, um mal als ehemaliger Operations-Vorstand dieses Unternehmens kundig Dampf abzulassen. Über meine Inlands-Erfahrungen mit Eurowings und Lufthansa. Exzellenz im Service beginnt mit gründlicher Ist-Zustands-Analyse.

Danach gen Mittelfranken. Taugt unsere Bildung für die Arbeit der Zukunft? Darüber debattiere ich auf Einladung der Liberale Hochschulgruppe LHG Erlangen-Nürnberg mit Professor Karl Wilbers an der FAU Erlangen-Nürnberg. Welche Kompetenzen werden wir künftig brauchen? Was nimmt an Bedeutung ab? Spüre wieder, wie stark das Thema Studierende bewegt. In einer Mischung aus Blick in die Kristallkugel und analytischen Szenarien versuche ich, Entwicklungspfade nachvollziehbar zu skizzieren.

Abends Einladung unseres Landtagskandidaten Matthias Fischbach zum Gespräch mit Unternehmerinnen und Unternehmern, Führungskräften der Wirtschaft über den #Innovationswettbewerb und Deutschlands Schläfrigkeit. Bürgermeisterin Elisabeth Preuß von der FDP Erlangeneröffnet souverän.

Danach Zugfahrt heim nach München. Puh! Kämpfe seit Tagen mit Magen und Darm. Auch die beiden freuen sich, nach Hause zu kommen. Am Wochenende heißt es: zwei Sitzungswochen vorbereiten. Vorfreude auf mein Team morgen in Berlin.

Eine Übersicht aller meiner #notiTSen aus Berlin finden Sie hier.